Ich bin seit über 25 Jahren regelmäßig mit der ÖBB unterwegs. Sowas wie gestern (9.12.2025) ist mir aber noch nicht passiert. Wir waren mit dem RJX664 von Flughafen Wien nach Wels unterwegs. In Tullnerfeld ist der Zug wegen eines Weichenproblems ca. 15 Minuten gestanden. Wir sind dann in Wels erst um 22:12 (statt 22:00) angekommen. Um 22:09 wäre der R50 in Richtung Passau gefahren. Obwohl der Schaffner des RJX mit dem Zugführer telefoniert hat und lt. eigener Aussage "15-20 Leute" dorthin umsteigen wollten, wurden diese 5 Minuten nicht gewartet. Weil der Zugführer dies so entschieden hat. Nächster Anschluss: über 1h später. An einem nasskalten Dezemberabend. Man könnte sagen: bei der ÖBB gibt es viel (bzw. zumindest manchmal) Pünktlichkeit, aber wenig Menschlichkeit.
Bewertungen
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Gerald Emprechtinger ★☆☆☆☆
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Phil O. ★★☆☆☆
Seit der Überschwemmung im September 2024 habe ich das Gefühl, dass bei den ÖBB sprichwörtlich der Wurm drin ist. Zu den Stoßzeiten ist im Raum Wien so gut wie jeder Zug verspätet, und Zugausfälle sind für mich mittlerweile trauriger Alltag und kein Einzelfall mehr. Die Hoffnung, einigermaßen pünktlich anzukommen, hat sich faktisch erledigt. Teilweise werden in den Zügen auch die Stationsinformationen nicht mehr angezeigt. Das ist besonders im Winter ärgerlich, da man außerhalb von Wien im Dunkeln nur schwer erkennen kann wo man gerade ist. Besonders frustrierend empfinde ich auch den Umgang mit Vielfahrern wie mir. Im Chaos der sommerlichen Sperre der Stammstrecke habe ich einmal vergessen, ein Ticket zu lösen – anstatt Verständnis oder Kulanz wurde streng an der Regel festgehalten. Gerade in einer Phase, in der die Kunden ohnehin extrem viel Geduld mitbringen müssen, wirkt dieser Umgang wie ein Schlag ins Gesicht der Stammkundschaft. Und ja, ich habe aus gutem Grund keine Jahreskarte, da es sich bei 2-3 mal die Woche ins Büro fahren schlicht nicht auszahlt, aber dafür eine Vorteilskarte. Angesichts der anhaltenden Verspätungen und Ausfälle habe ich aber mittlerweile innerlich den Punkt erreicht, an dem man eigentlich jedes Ticket rückfordern müsste. Die versprochene Leistung – verlässliche, halbwegs pünktliche Verbindungen – wird schlicht nicht erbracht. Pünktlichkeit scheint zur Ausnahme geworden zu sein, und die Servicequalität bleibt auf der Strecke. Mein persönliches Fazit: Unter diesen Umständen kommt für mich der Kauf einer Vorteilscard nicht mehr infrage. Ich steige vermehrt auf das Auto um, obwohl ich das aus Umweltgründen eigentlich vermeiden möchte. Damit verfehlen die ÖBB aus meiner Sicht das zentrale Ziel des öffentlichen Verkehrs: eine verlässliche, attraktive und nachhaltige Alternative zum Individualverkehr zu bieten.
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J.A.C. G & B ★★★★☆
Mit dem Nightjet gereist ... superfreundlicher Servicean Bord ... hin vier Stunden Verspätung, dafür aber 50 Prozent Preiserstattung. ... zurück mit überschaubarer Verspätung durchgekommen und komfortabel mit eigener Nasszelle gereist.
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Bernhard Hoffmann ★★★★☆
Die ÖBB bietet grundsätzlich ein solides Bahnnetz und verbindet fast alle größeren Städte in Österreich sowie viele internationale Ziele zuverlässig miteinander. Die Züge sind modern ausgestattet, meist sauber und komfortabel, besonders die Railjet-Verbindungen machen einen guten Eindruck. Sitzplätze sind bequem, und das WLAN funktioniert in der Regel ordentlich, auch wenn es auf manchen Strecken gelegentlich Aussetzer gibt. Positiv hervorzuheben ist die Pünktlichkeit, die im Großen und Ganzen passt, auch wenn es hin und wieder zu kleineren Verspätungen kommt. Das Personal ist überwiegend freundlich und bemüht, allerdings gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Zugverbindungen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist akzeptabel, besonders wenn man früh bucht oder Vorteilscards nutzt. Die Online-Buchung über die ÖBB-App oder Website funktioniert meist problemlos, auch wenn die Bedienung manchmal etwas unübersichtlich wirkt. Insgesamt bietet die ÖBB eine verlässliche, aber nicht immer perfekte Erfahrung. Es gibt viele positive Aspekte, aber auch kleine Schwächen, die man bei einem großen Bahnunternehmen erwarten kann. Für den Alltag und Reisen innerhalb Österreichs ist die ÖBB jedoch eine gute und bequeme Wahl.
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Thomas Kronlechner ★☆☆☆☆
Jeden Tag haben die Züge Verspätung und es wird immer mehr. Wenn ein privates Unternehmen so arbeiten würde, wie lange wäre dieses Betriebsfähig? Würde höchstwahrscheinlich im 1 Jahr Konkurs anmelden müssen
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Gab Gab ★☆☆☆☆
Öbb heute von Wien nach München. Es gibt kein WC in der zweiten Klasse. Nur in der ersten Klasse. Eine Mutter mit 3 kleinen Kindern, eines davon muss auf das WC gehen. Sie muss dem Kind eine Windel anlegen, unfassbar! Dann taucht plötzlich doch ein WC auf. Kann aber nicht bedient werden, der Zugbegleiter ist sehr bemüht und versucht alles das gefundene ?? WC in Gang zu bringen. In Salzburg plötzlich die Durchsage, der Zug fährt nicht weiter, Schienenersatzverkehr mit Bus nach München. Passagiere sehr ungehalten und plötzlich die Durchsage der Zug fährt doch weiter, alles lacht aufgrund des vollkommenen Versagen der Bahn. Wir könnten bereits Bücher darüber schreiben. Wir sind kein Einzelfall, wie wir bei verschiedenen Gesprächen immer wieder feststellen müssen.
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World Traveller ★★★★☆
Ich verstehe die vielen negativen Kritiken an den ÖBB nicht. Der RailJet ist meines Erachtens ein Erfolgsprodukt, weil die Züge sauber und schnell unterwegs sind. Mit dem Nightjet sind die ÖBB europaweit führend bei Nachtzugangeboten. Zum Glück tauschen sie das alte Rollmaterial gegen neues aus. Meine einzige schlechte Erfahrung war der EuroCity von Ljubljana nach Wien. Es war ein ÖBB Zug mit uraltem Material, selbst in der ersten Klasse alles abgesessen und schmutzige Toiletten sowie Teppiche. Es gab nicht mal WLAN im Zug. Für 380 km benötigte der Zug 6 Stunden und wurde an der Grenze noch 20 Minuten gestoppt, was mit dem Auto nie passieren würde. Das geht nicht in einem modernen Europa. Mit dem Auto wäre die Strecke 2 Stunden schneller gewesen. Die Büros der ÖBB sind modern. Die Mitarbeiter professionell freundlich.
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Florian Unterberger ★★☆☆☆
Und schon wieder ein desaströses Erlebnis mit den ÖBB: - Montagabend, Anruf bei 051717: "Kann ich den Geltungsbeginn meiner Vorteilscard vorverlegen lassen?" Dame lässt sich Nummer geben, findet mich im System, bittet um kurze Geduld für Rückfrage, dann Auskunft: Mit der Karte zu einem Ticketschalter gehen, dort wird getauscht. Sie macht auch einen Vermerk im System, dass Karte getauscht wird. - Mittwochmittag, Ticketschalter Hauptbahnhof: Nein, Karte kann nicht getauscht werden - Onlinekauf zu lange her und kein Rücktrittsrecht in den AGB. Nach Hinweis auf telefonische Auskunft Kontaktaufnahme mit einer Sitznachbarin, dann ausgiebige Rückfrage per Telefon. Dann plötzlich doch möglich - alte Karte muss gekündigt und neue beantragt werden. "Dann wird die alte hoffentlich refundiert." - "Was heißt hoffentlich?!" - Sie könne keinerlei Zusage abgeben, sie wisse nicht, ob das refundiert wird oder nicht. Nein, das ließe sich nicht herausfinden, sie könne auch jene Stelle, die das entscheidet, nicht anrufen, weil sie deren Nummer nicht habe (!). - Nächste Station: Beschwerdestelle Hauptbahnhof ("Customer Service direct"). Dort treffe ich genau jene Dame, die eben telefonisch kontaktiert wurde und den Weg zum Tausch freigemacht wurde. "Wenn Sie auf dem Kündigungsformular dazuschreiben, dass sie eine andere Vorteilscard bestellt haben und deren Nummer draufschreiben, wird das sicher refundiert. Das habe ich der Kollegin eben auch gesagt ...". Sie vermittelt mich zu einer kompetenteren Kollegin am Ticketschalter zurück. - Retour beim Ticketschalter läuft es dann endlich so, wie es laufen muss: Kollegin weiß Bescheid, ist freundlich und übernimmt für mich sogar das Ausfüllen und Einschicken der falschen Karte. Danke an Frau Saphira U. - Sie waren der einzige Lichtblick bei diesem Desaster!
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